Alp & Fjell Wanderreisen

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Montag, 23. Oktober 2017
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Wandern auf alpinen Wiesen bzw. alpinen Rasen PDF Drucken E-Mail

 

Nach der Durchquerung der vom Menschen geprägten Bergwaldstufe und Almstufe kommt der Wanderer in einen natürlichen Bereich: die alpinen Rasen. Die Obergrenze dieser Höhenstufe liegt in den Randalpen bei ca. 2500 HM, in den Zentralalpen bei 2700 bis 3000 HM. Der Rasen braucht zum Wachsen eine Durchschnittstemperatur von 5° C im Juli sowie 5 bis 6 schneefreie Wochen.

Bild Val d'Anniviers
Alpine Rasen im Val d'Anniviers, Wallis
 

Im Bereich der alpinen Rasen wachsen viele der vom Wanderer bekannten Alpenblumen wie der Edelweiß oder die Arnika.

Reliefbedingt gibt es in dieser Vegetationsstufe viele Sonderstandorte, die den Pflanzen unterschiedliche Lebensbedingungen bieten:

  • Schneetälchen
  • Schutthalden
  • Windkanten

Schneetälchen

Schneetälchen sind Mulden der alpinen Rasen, in denen der Schnee länger liegen bleibt. Hier wachsen nur Pflanzen, die sich an die kurze schneefreie Zeit und an die starke Bodenfeuchtigket angepasst haben, wie die Soldanelle (auch Alpenglöckchen genannt) sowie der kleinste Baum der Welt, die Krautweide (Salix herbacea). Die Stämmchen und Zweige der Krautweide sind etwa fingerdick und wachsen unter der Erde. Nur die Blätter und Blüten treiben oberirdisch aus.

Bild Soldanelle
Soldanelle
 

Schutthalden

Schutthalden entstehen durch Bewegungen des Hangschuttes meist entlang von steilen Rinnen. Sie durchbrechen den Teppich der alpinen Rasen. Hier wachsen Pflanzen, die sich auf die Bewegungen der Steine angepasst haben wie Täschelkraut, Alpenleinkraut und Silberwurz. Die Pflanzen können erst an Stellen wachsen, wo der Schutt sich nicht mehr stark bewegt, deshalb ist es wichtig, dass der Wanderer Schutthalden, auf denen sich bereits eine Vegetation gebildet hat, nicht "abfährt".

Windkanten

Windkanten sind im Gegenteil zu den Schneetälchen extrem exponierte Standorte, an denen der Schnee vom Wind weggeblasen wird und den Pflanzen nicht vor Kälte schützen kann. Hier wachsen nur Überlebenskünstler wie die Gämsheide (Alpenazalee): sie wächst flach auf dem Boden; außen wachsen fetthaltige Blätter, innen die rosa Blüten. Sie übersteht Temperaturen von -70° C, die durch Kälte und Wind entstehen können. Durch den hohen Fettanteil der Blätter ist die Gämsheide eine wichtige Nahrungsquelle für die Hochgebirgstiere.

Windkantenpflanzen wachsen extrem langsam (0,1 mm pro Jahr, d.h. 100 Jahre pro Zentimeter!). Vom Wanderer verursachte Trittschäden können das Wachstum von Jahrzehnten zerstören.


Im Bereich der alpinen Rasen lebt das bekannteste Hochgebirgstier: das Murmeltier.

Wanderungen auf alpinen Rasen

  • Gebiet der Suls-Lobhornhütte, Berner Oberland
  • Gebiet der Medelser-Hütte, Graubünden
  • Greina-Hochebene, Graubünden
  • Gebiet der Maighels-Hütte, Graubünden
  • Gebiet der Cadlimo-Hütte, Tessin
Bild Bergsee
Bergsee auf dem Weg zum Col de Torrent, Val d'Anniviers

Bild Edelweiß
Edelweiß

Bild Greina
Alpine Rasen im Herbst auf der Greina, Graunbünden
 


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