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Mittwoch, 28. Juni 2017
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Wandern und Trekking im Jotunheimen Nationalpark PDF Drucken E-Mail

Jotunheimen Nationalpark

Jotunheimen liegt in Südnorwegen und ist der höchste Nationalpark des Landes. Er liegt zwischen dem Sognefjord im Westen, dem Sognefjellveien (Sognefjell-Straße - RV55) im Norden mit der Stadt Lom im Nordosten, den Seen Bygdin und Tyin im Süden und dem Sjoadalen mit Gjendesheim im Osten. Der Jotunheimen Nationalpark wurde 1980 eingerichtet und hat eine Gesamtfläche von 1151 km2.

Bild Jotunheimen
Jotunheimen: Blick von Maurvangen auf Besseggen und Gjendesee
 

Im "Heim des Riesen Jotun" befinden sich die höchsten Berge Norwegens: nicht nur der höchste und zweithöchste Gipfel von Norwegen und Nordeuropa (Galdhøppigen 2469 m, Glittertind 2452 m), sondern auch die meisten 2000er Norwegens. Anders als in Rondane oder Dovrefjell mit ihren runden, wanderfreundlichen Kuppen herrschen in Jotunheimen hochalpine Berge mit kühnen Gipfeln und mächtigen Gletschern.

Aufgrund der vorherrschenden westlichen Wetterrichtung unterscheidet sich die Landschaft in Ost- und West-Jotunheimen sehr deutlich: steilere Berge (Hurrungane-Massiv), tiefere Täler und schlechteres Wetter im Westen, rundere Landschaftsformen und freundlicheres Wetter im Osten. Im Osten hat das Eis tiefe Einschnitte in die Landschaft geformt, aus denen tiefe Seen entstanden sind (Gjende, Bygdin). Von den norwegischen Landschaften erinnert Jotunheimen am meisten an die Alpen, mit dem Unterschied, dass die Täler hier unbewohnt sind.

Wanderkarten von Jotunheimen 

  • Übersichtskarte Jotunheimen vom norwegischen Direktorat für Naturverwaltung: www.dirnat.no
  • Wanderkarten 1:25.000 (nur für einzelne Gebiete erhältlich): Turkart B Besseggen und Turkart C Galdhøpiggen
  • Wanderkarten 1:50.000: Turkart 60 Jotunheimen Vest und Turkart 61 Jotunheimen Aust (auch als Turkartpaket zu kaufen)

Ein Paradies für Wanderer, Trekker, Bergsteiger und wetterunempfindliche Kletterer

Wenn sie mal wolkenfrei sind, ziehen die Berge vom Hurrungane-Massiv die Kletterer an. Die Bergsteiger kommen mit den 60 Gletschern in Jotunheimen und den unzähligen Gipfeln auf ihre Kosten, aber Jotunheimen ist auch für Wanderugen und Trekking geeignet. Jotunheimen verfügt über ein gutes Hütten- und Wegenetz. Wer von Hütte zu Hütte wandern möchte, findet markierte Wanderwege, diese führen von Hütte zu Hütte durch wilde Täler, im Osten auch über Bergrücken, selten jedoch zu einem Gipfel. Die meisten Hütten sind bewirtet.

Gute Startpunkte für Wandertouren oder Trekking in Jotunheimen

Jotunheimen ist in allen Himmelsrichtungen mit der Straße erreichbar (Busverbindungen). Folgende Stützpunkte sind für Tagestouren oder mehrtägige Wanderungen geeignet:
- im Osten (Straße RV51): Bygdin, Maurvangen/Gjendesheim, Bessheim. Von Gjendesheim aus kann der berühmte Besseggen-Grat (siehe unten) bestiegen werden.
- im Norden und Nordwesten am berühmten Sognefjellveien, der von Lom zum Sognefjord führt: Krossbu, Turtagrø, Spiterstulen (Mautweg), Leirvassbu (Mautweg). Direkt an der Straße bei Turtagrø kann der Fannaråken bestiegen werden.
- im Süden (Straße RV53 mit Abzweiger RV252): Fondsbu/Eidsbugarden am Westende vom Bygdin-See, Øvre Årdal (Tal Richtung Vettissfossen).
- im Westen (Mautstraße Øvre Årdal - Turtagrø): hier keine Hütten an der Straße, aber Tagestouren ins Hurrungane-Massiv möglich

Tagestouren in Jotunheimen

Besseggen-Grat

Jotunheimen hat Schriftsteller inspiriert: der Besseggen-Grat ist durch Henrik Ibsens Drama "Peer Gynt" in die Literatur eingegangen: Peer Gynt schildert seiner Mutter Aase einen halsbrecherischen Ritt auf einem Rentier über den Gjendineggen oberhalb des Gjende-Sees. Es wird vermutet, dass er damit den Besseggen-Grat meint (oder den Knutshøi auf der Südseite des Sees).

Die Wanderung auf dem Besseggen ist eine 6stündige Tour oberhalb vom Gjende-See, wobei nur die kurze, schmale und steile Strecke (ca. 45 Minuten) zwischen dem Gjende-See und dem Bossvatnet der eigentliche Besseggengrat ist. Der Grat ist an seiner schmalsten Stelle ca. 5 Meter breit. Etwas Schwindelfreiheit ist erforderlich, aber keine alpine Ausrüstung. Und ja, der Besseggen-Grat ist fantastisch!

Allerdings ist es zwecklos, auf dem Grat die Einsamkeit zu suchen: es ist ebenfalls eine der Lieblingstouren der Norweger. Man trifft ganze Familien, verliebte Päarchen, Wanderer in Turnschuhen (nicht ratsam) sowie erfahrene Wanderer und Wildnisprofis mit schweren Rucksäcken. Trotzdem, es macht Spaß, man fühlt sich wie in einer großen Familie. Selten wird man von gestressten Wanderern überholt, alle laufen nach ihrem Tempo und sind guter Laune (zumindest bei schönem Wetter).

Guter Stützpunkt für den Besseggen ist der Campingplatz von Maurvangen, wenn man weder in Memurubu noch in Gjendesheim übernachten möchte.

Eine Warnung: da der Besseggen sehr beliebt ist, ist es extrem schwer, einen Platz auf dem Boot von Gjendesheim nach Memurubu zu finden (mindestens zwei Stunden vorher da sein). Alternativen: in Memurubu übernachten, den Besseggen in die andere Richtung machen oder eine Rundtour um den Bossvatnet unternehmen.

Knutshøi

Eine interessante und kürzere Alternative zum Besseggen auf der Südseite des Gjende-Sees. Der Startpunkt ist der neu eingerichtete Parkplatz ca. 2 km südlich von Maurvangen. Ein Hinweg über den aussichtsreichen Grat mit Rückweg über das schöne Leirungsdalen ist sehr empfehlenswert. 

Fannaråken (2069 m)

Der Fannaråken ist ein einfacher Wandergipfel, den man an einem Tag direkt von der Sognefjellstraße besteigen kann. Vom Gipfel aus kann man Richtung Westen 2000 m tiefer den Sognefjord sehen, während im Osten die Gletscherwelt allmächtig ist. Direkt am Gipfel wurde die höchste Hütte Skandinaviens gebaut.

Der Wanderweg ist extrem gut markiert (eine Markierung alle 5 Meter im Gipfelbereich) und das aus gutem Grund: an 300 Tage im Jahr ist der Gipfel im Nebel. Da aber der Gipfel von der Sognefjellstraße (bei schönem Wetter) sichtbar ist, ist die Entscheidung leicht zu treffen, ob man weiter fährt oder den Gipfel besteigt.

Galdhøppigen (2469 m)

Der höchste Gipfel Norwegens ist ebenfalls ein Wandergipfel und ein Touristenmagnet. Gutes Schuhwerk ist erforderlich, weil der Gipfel bis in den Sommer verschneit bleibt.

Mehrtagestouren in Jotunheimen

Das gut ausgebaute Hüttennetz erlaubt beliebig viele Mehrtagestouren in verschiedenen Längen. Alle Hütten außer Olavsbu sind bewirtschaftet: Torfinnsbu, Memurubu, Gjendebu, Fondsbu, Leirvassbu, Spiterstulen, Glitterheim.

Tourenbeschreibungen (auf englisch) im Wandergebiet Jotunheimen siehe http://www.scandinavianmountains.com

 

Trekking auf dem Jotunheimstien: von Oslo nach Jotunheimen

Der Jotunheim-Trail (norwegisch: Jotunheimstien) ist kein Trekking durch Jotunheimen, sondern ein Trekking von Oslo nach Jotunheimen. Er wurde im Sommer 2006 offiziell eröffnet. Mehr Infos unter www.jotunheimstien.no

Bild Jotunheimen
Herbst in Jotunheimen: zwischen Gjendebu und Eidsbugarden

Bild Jotunheimen
Besseggen-Grat

Bild Jotunheimen
Besseggen-Grat: die leichte Kletteri macht Kindern Spaß
 

Bild Jotunheimen
Besseggen-Grat: der Weg verläuft direkt am Grat
 

Bild Jotunheimen im Winter
Jotunheimen im Winter: Blick von den Tverråtindane
 

Bild Jotunheimen im Winter
Jotunheimen im Herbst: Olavsbu (Selbstbedienungshütte)
 

Bild Jotunheimen
Jotunheimen im Herbst: bei Olavsbu

 

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